Zusammen ist’s schöner – Biken mit dem Partner

Nicht selten gibt es Pärchen, bei denen mit der Zeit beide vom MTB-Virus infiziert wurden. Auf gemeinsamen Touren können leicht Konfliktsituationen entstehen. mtb-zeit.de beschreibt dafür Beispiele inklusive möglicher Lösungsvorschläge und beginnt mit zwei passenden Videos:

Konflikte zu zweit (mit Humor):

Darcy & Geoff’s “Couples Ride” Video from DAKINE on Vimeo.

Abschalten zu zweit:

COUPLES THERAPY by Maso Naranch | short version from Tommaso Prugnola on Vimeo.

1. Unterschiedliche Motivation/Vorstellung: Er sieht die gemeinsame Tour als gute Trainingsmöglichkeit und fährt die ganze Zeit vorne weg, sie strampelt angestrengt hinter ihm her, obwohl sie die gemeinsame Tour eigentlich genießen wollte. Beide sind voneinander genervt und würden in dieser Situation lieber ohne den Partner unterwegs sein.
Mögliche Lösung: Vor der Tour sollte man genau besprechen wie und was gefahren wird. Wenn er unbedingt seine Einheiten durchziehen will, soll er besser alleine oder mit Kumpels fahren. Für gemeinsame Trainingstouren sollte eindeutig kommuniziert werden, was auf dem Porgramm steht. Oft eignen sich relaxte Touren ohne Leistungs- oder Mutprobenstress besser. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel! Hinweis: E-Bikes sind mittlerweile eine sehr geeignete Sache für Beziehungen, bei denen es Probleme mit den Unterschieden bei Kraft bzw. Trainingszustand gab – der bisher langsamere Part bekommt ein E-MTB und der zuvor schnellere Teil der Beziehung muss schauen, dass er bergauf mitkommt!

2. Themen aus der Beziehung während der Tour: Da viele Biker eher vom Alltag abschalten möchten, um in Ruhe die Natur zu genießen, kann es auch zu ausgiebigen Dialogen über Themen aus der Beziehung kommen. Versuche ein Gespräch anzufangen können dem Partner / der Partnerin auf die Nerven gehen.
Mögliche Lösung: Man kann auch variieren und muss nicht immer zusammen fahren. Sie sucht sich einen Mädels-Treff im Bike-Forum und hat mit ihren Gleichgesinnten auf den Ladies-Touren Spaß (siehe Lady Kurs NRW). Oder beide fahren zusammen in einer bunten Gruppe, sodass beide mit anderen quatschen können.

Foto: Regina Stanger / croc.at

3. Probleme mit der Technik am Bike: Da viele Mädels in Sachen selber basteln kaum gefördert und gefordert werden (Reperaturen übernimmt häufig der Partner o. der Händler), können leicht Konflikte entstehen. Das Bike soll für sie einfach gut funktionieren und dafür hat er ja bisher immer gut gesorgt.
Mögliche Lösung: Ein Schrauber-Unterricht oder Do-It-Yourself-Basteln kann häufig sinnvoll sein für Mädels und Jungs z.B. wie man die Federung einstellt oder das Schaltwerk justiert. Später dann können beide die Basics alle selbst erledigen und sind nicht mehr so sehr aufeinander angewiesen.

4. Stress in schierigen oder riskanten Passagen: Auf der Trail-Abfahrt wird es steil und technisch. Während er vom Testosteron angetrieben alles riskiert, wird sie immer vorsichtiger (siehe Artikel zu Angstblockaden) und droht zu verkrampfen, da sie sich für die schwierige Passage lieber etwas Zeit nimmt und sie alles genau anschaut. Wenn er dann unten ungeduldig wartet, können Konflikte entstehen.
Mögliche Lösung: Beide absolvieren einen Fahrtechnik-Kurs und versuchen das Gelernte auf ihren Hometrails anzuwenden. Er nimmt mehr Rücksicht und sie fährt technische Touren gerne mit anderen Mädels, wo kein Stress entsteht und sie sich super an vielen Passagen probieren kann.

5. Zu hohe Erwartungen: Beide freuen sich vorher sehr auf die lang geplante Tour bei besten Wetterverhältnissen. Doch unterwegs läuft es nicht gut: Defekte, schwere Beine und altbekannte Vorwürfe vermiesen die Stimmung.
Mögliche Lösung: Hohe Erwartungen im Vorfeld sollten vermieden werden, da diese oft kaum erfüllt werden. Wenn unterwegs nicht alles glatt läuft, sollten sich beide nicht über Kleinigkeiten ärgern, sondern sich darüber freuen, dass sie so ein tolles Hobby miteinander teilen.

6. Ab in den Urlaub: Bei der gemeinsamen Urlaubsplanung kommt es zu Differenzen. Während er eine sehr fordernde Transalp oder vergleichbares erleben möchte, will sie eher einen Mix aus Biken und Entspannung genießen.
Mögliche Lösung: Eine Option als Kompromiss wäre eine Wellness-Transalp, bei der man statt spartanischer Alpenhütten schicke Hotels mit Wellness-Angeboten als Übernachtungsstätten auswählt. Wichtig ist, dass Beide offen kommunizieren, was ihnen bei der Planung wichtig ist und nicht auf eigene Faust einfach etwas gebucht wird. Auch möglich: Zwei einzelne kürzere Urlaube: Einer inklusive Strand und viel Entspannung und der andere als ein reiner Bike-Trip im alpinen Gelände. Wer Kinder hat, findet u.a. bei Mountainbike Holidays kinderfreundliche Bike-Hotels.

Mehr Tipps:

Alleine Rad fahren ist toll, aber mit Partner macht es gleich doppelt Spaß. Dabei muss es ja nicht gleich eine Weltumrundung sein, eine schöne Spritztour sonntags reicht vollkommen aus. Der pressedienst-fahrrad gibt zehn wertvolle Tipps für einen entspannten und erholsamen Ausflug zu zweit.

1) Passende Begleiter wählen
Der Sinn einer Radtour zu zweit besteht darin, sie gemeinsam zu absolvieren. Deshalb ist es wichtig, nicht nur möglichst konditionell, sondern auch technisch auf einem Niveau zu sein. Die Tour scheitert schon im Ansatz, wenn der Partner mit seinem ungepflegten alten Rad aus der Studienzeit versucht, mit einem aerodynamischen Rennrad mitzuhalten. In diesem Fall sollte man über eine Neuanschaffung nachdenken. Solide Einstiegsräder auf gutem technischen Niveau gibt es bereits ab 600 Euro. Für eine Wochenendtour eignet sich z. B. das „Bermuda“ von Winora (599 Euro) in Herren- und Damenvariante.

2) Material checken
Die Tour hat noch nicht einmal richtig begonnen und schon hat einer schlapp gemacht: Der Reifen liegt bewegungsunfähig auf der Felge und japst nach Luft. „Grundsätzlich ist zum Start der Tour darauf zu achten, dass das Fahrrad in einem technisch ordentlichen Zustand ist. Dazu zählt auch der richtige Reifendruck“, rät der Vielfahrer und Weltenbummler Denis Katzer, der gerade mit seiner Frau auf einer langen E-Bike-Tour in Asien unterwegs ist. Der passende Reifendruck, wie auf der Reifenflanke vermerkt, minimiert den Rollwiderstand und die Anfälligkeit für Schäden. Deshalb immer vor der Tour nochmals mit einer Luftpumpe mit Manometer (z. B. Standluftpumpe „Super Prestige“ von Pedro‘s für 79,99 Euro) den Reifendruck überprüfen. „Auch Flickzeug und eine Minipumpe für den Notfall sollten auf der Tour mit dabei sein“, so Katzer. Wer noch sicherer unterwegs sein will, der kann von Beginn an einen „Marathon-Plus“-Reifen von Schwalbe (ab 39,90 Euro pro Reifen) aufziehen. Durch einen speziellen Pannenschutzgürtel gelten die Reifen als „unplattbar“ und stecken auch kleine Einstiche durch Scherben oder Granulat weg. Für kleine Reparaturen lohnt es sich zudem, ein handliches Minitool (z. B. „F-Series Multitool“ von Crankbrothers ab 29,95 Euro) mit im Gepäck zu haben.

3) Richtig einschmieren
Klingt banal, aber eine Sonnencreme ist bei jeder Tour Pflicht. Auf Kettenöl kann man hingegen verzichten, zumindest wenn man mit Riemenantrieb (z. B. von Gates) fährt. Bei der wartungsarmen Alternative zur Kette ist eine dreckverschmierte Wade Geschichte und auch abgesprungene Ketten sind passé. In Verbindung mit Getriebeschaltungen (z. B. Pinion) entsteht ein wartungsfreies Gesamtpaket für lange Radreisen und kurze Wochenendausflüge. Zudem ermöglicht die Getriebeschaltung ein intuitives, leichtes Schalten.

4) Poposchmerzen verhindern
Selbst ein längerer Wochenendausflug sollte nicht zur „Tour der Leiden“ verkommen. Probleme wie ein tauber Hintern oder eingeschlafene Füße können leicht behoben werden. Aber jeder Mensch sitzt anders auf dem Rad und braucht deshalb eine andere Einstellung. Beim Sattelsystem „Scientia“ von Selle Royal (79,90 Euro) wird durch eine Vermessung der Sitzknochen der passende Sattel für unterschiedliche Fahrertypen bestimmt und so für den optimalen Sitz gesorgt. Kurzfristig kann auch eine spezielle Sitzcreme Abhilfe schaffen.

5) Strecke richtig planen
Ein Mann fragt nicht nach dem Weg, er weiß ihn. Und was beim Autofahren gilt, funktioniert beim Radfahren noch viel besser. Doch wenn man dann im Wald steht und sich nicht mehr auskennt, kann es schnell mit der entspannten Radtour vorbei sein. Deshalb ist gut beraten, wer sich bei der Planung auf ein Navigationsgerät (z. B. „Super GPS“ von Lezyne ab 149,95 Euro) verlässt. Dieses navigiert dank GPS- und Glonass-Satelliten sicher auch durch Wald und Wiesen.

6) Wetterschutz einpacken
Die Wolken am Horizont machen gar nichts. Die Wetter-App sagt keinen Regen an. Und schwupps fallen die ersten Tropfen. Deshalb ist es auch beim sonnigen Sonntagsausflug ratsam, eine Regenjacke dabei zu haben. Um leichtem Nieselregen oder gar schweren Gewitterstürmen zu trotzen, gibt es z. B. die „Tremalzo Rain Jacket“ von Vaude für Männer und Frauen (130 Euro). Sowohl die wasserdichte Membran als auch die Imprägnierung sind PFC-frei. Das schont die Umwelt.

7) Security für den Biergarten
Der Biergarten lockt für die lohnende Pause. Um den Rückweg nicht zu Fuß antreten zu müssen, ist ein Schloss Pflicht. Das Faltschloss „Bordo Big 6000“ von Abus (93,95 Euro) überzeugt nicht nur durch sein hohes Sicherheitslevel. Dank einer Länge von 120 Zentimetern lassen sich zwei Räder zusammen an einem Gegenstand sicher anschließen. Während der Fahrt wird das Schloss in einer Transporttasche am Rad verstaut.

8) Überraschung im Gepäck
Rund ein Liter Flüssigkeit pro Person sollte an einem warmen Sommertag für einen Fahrradausflug mitgenommen werden. Die „Rack-Box“ von Ortlieb (99,95 Euro) funktioniert dabei als Kühlbox auf dem Gepäckträger. Zur Überraschung des Begleiters wird mit einem wohltemperierten Getränk auf die schöne Tour angestoßen.

9) Energieschub für zwischendurch
„Für den kurzen Hunger zwischendurch machen ein paar Datteln, Mandeln oder Müsliriegel Sinn“, weiß Denis Katzer. Energieriegel (z. B. von Clifbar, Zwölfer-Pack für 27,95 Euro) sorgen auch psychologisch für die zusätzliche Energie. Wenn’s mal wieder länger dauert, sind die kleinen Snackreserven ein beliebtes Mittel, um die Nerven zu beruhigen.

10) Alternative: E-Bikes
„Damit meine Frau auf der Tour mit mir mithalten kann“, ist wohl eine der häufigsten Begründungen für den Kauf eines E-Bikes. Doch auch nicht jeder Mann hat die Figur und Kondition, um spielend leicht nach Alpe d’Huez zu radeln. Falscher Ehrgeiz sollte beim Gedanken an den Kauf eines schicken Trekking-Elektrorades (z. B. aus der „T-Serie“ von Flyer ab 2.799 Euro) keine Rolle spielen. Die Tour soll ja beiden Partnern Spaß machen und die Erlebnisse sollen gemeinsam geteilt werden – egal, wer auf E-Unterstützung angewiesen ist oder sie aus Komfortgründen einfach schätzt. Das Elektrorad erweitert die Möglichkeiten für einen Abstecher zu noch unbekannten Biergärten oder Aussichtspunkten.

Zeit zu zweit verbringen – hier mit Bike & Kamera:

Team Herzchen und Sternchen – Snowedition von BamHill – mehr Mountainbike-Videos

http://mtb-zeit.de/special-biken-mit-dem-partner/

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